Unworlding

Unworlding thematisiert den zunehmenden Verlust von
Weltbeziehung in einer fragmentierten Gegenwart. Die
Fotografien zeigen Landschaftsausschnitte, urbane Räume,
Architekturen, Passanten und Porträts – Orte und Figuren, in
denen vertraute Strukturen zwar sichtbar bleiben, sich jedoch jede
Verbindung zu einem sinnhaften Ganzen aufzulösen scheint.
Durch die Verbindung unterschiedlicher fotografischer Genres
entsteht das Bild einer Welt, die aus dem Gleichgewicht geraten
ist – einer Realität ohne Halt, Richtung oder Zugehörigkeit. Die
Motive wirken isoliert, entleert, unzugänglich und verweisen auf
eine tiefer liegende Störung im Verhältnis zur Welt.
Der Titel greift ein philosophisches Konzept auf, das den
Moment beschreibt, in dem Welt nicht länger als bewohnbar,
begreifbar oder geteilt erfahrbar ist. Unworlding steht somit für
eine existenzielle Entkoppelung – zwischen Mensch, Raum und

Wirklichkeit.